Logo-Lilly

Katzen

Hauptmenue...
>Home......>Umfeld......>Hobby......>Impressum......>Gaestebuch......>Kontakte
Heimat

>Mitbewohner
>Katzen
>Das Katerli
>Neues vom Katerli
>Der Kater Kally
>Die Katze Kessy
>Der Tod von Flummy

Lernen

©Hans Feldmeier
06.11.2011

Cat-aegypten

..........

Den ersten eindeutigen Beweis von der Zähmung der Katze liefert uns die Kulturgeschichte des alten Ägypten aus der Zeit von etwa 2000 v. Chr. Versuche, die Zähmung verschiedener Wildkatzenarten durch den Menschen noch früher zu datieren, sind bisher Hypothesen geblieben. Allerdings war das alte Ägypten natürlich nicht die erste Kultur, die auf Ackerbau beruhte; und wer Getreide anbaut, braucht ein Mittel gegen das Überhandnehmen von Ratten und Mäusen. Daher wäre es nicht überraschend, wenn schon in den Bauerndörfern von Anatolien 8000 v. Chr. und Mesepotanien 4000 Jahre später ebenfalls Hauskatzen gehalten worden wären.

Unsere Katzen sind Tyrannen auf Samt.  Aber wer liebt schon Tyrannen? Noch nie haben sie mir  -  wie ein Hund -  eine Morgenzeitung aus dem Briefkasten gebracht. Nie kamen sie auf die Idee das Haus zu bewachen und Gehorsamkeit gehört auch nicht zu ihren Eigenschaften. Katzen kann man eben nicht dressieren,  im Gegenteil: mühelos richten diese samtpfotigen  Vierbeiner uns Menschen ab

Katzen gehen nämlich davon aus,  dass alles zu ihrem Revier gehört und wir Menschen sind Teil des Reviers und somit geduldet.  Sie meinen, der Mensch sei nur für sie gemacht und ist es als eine Ehre, dass er sie ernährt und  ihr Bäuchlein zu streichelt. Katzen leben um sich lieben zu lassen. Kaum bin ich einen Moment am Schreibtisch oder am PC, schon landet Flummy & Co neben der Tastatur, womöglich noch pitschenass, mit schmutzigen Pfoten direkt aus dem Garten.  Gerade jetzt benötigt sie eine Runde Streicheleinheiten....   oder ich tippe hier auf der Tastatur auch mit. Grundsätzlich muss sie auf den Papieren oder Zeitungen  liegen, die ich gerade bearbeite oder lesen möchte.

Obwohl die Terrassentür weit offen ist, müssen sie natürlich zur Haustür raus,  um dann  in 5 Minuten wieder rein zu wollen.  Ich lasse mich auf dieses Spiel ein und bin hier der Zerberus. Und trotzdem denke ich, dass der Mensch noch erfunden werden muss, der bei so viel dreistem Charme Widerstand leistet.

.....

DFL-03
Dolly-68

Die meiste Zeit verbringen die Katzen mit einem genussvollen Schlaf. Selten mal alle drei zusammen.

Der Prophet Mohammed hatte eine Katze, die einmal auf seinem weiten Ärmel seines Gewandes eingeschlafen war.  Als der Prophet zum Beten musste, schnitt er  - so sagt die Legende – einfach den Ärmel ab, um seine Mieze nicht im Schlaf zu stören.  So verjage auch ich keine Katze wenn sie auf einem Stuhl ihre Fiesta hält, sondern suche mir einfach einen  freien Stuhl oder eine andere Sitzgelegenheit aus.

Mehr als sechs Millionen Katzen leben unter deutschen Dächern, eine Million mehr als Hunde. Somit keine Frage;  der zärtliche Tyrann ist unser liebstes Haustier. Nicht gezählt sind die "Geduldeten" auf Höfen und die Streuner. Damit liegen die Samtpfoten erneut, wie schon im letzten Jahr, vor den Hunden (4,8 Millionen).

......

Dolly-70
Lilly-69
Flummy-55
Eddy-06

Vier Katzen....... vier verschieden Charaktäre: Dolly, Lilly, Flummy und Eddy

.....

Katzen ziehen nicht, wie wir Menschen, aus unserem Nachgeben ihre Vorteile. Für sie ist das alles, ohne irgendwelche Hintergedanken, ein großes Spiel. Katzen reizen gerne die Situation voll aus,  um dann am Ende nachzugeben.  Pfeife ich abends die Katzen rein kommen sie zunächst nur bis vor die Tür  (sie kommen tatsächlich auf Pfiff). Von nun an tun sie so, als sei ich nicht da und verhalten sich absolut uninteressiert.  Sie nun weiter rein ins Haus zu bitten, hat wenig Sinn. Ich mache somit die Tür wieder zu und lasse sie draußen sitzen. Nach einer kurzen Zeit, wenn ich die Türe wieder öffne, kommen sie von ganz alleine rein.....   nun haben sie entschieden  wann sie kommen!

Dolly-bad
Dolly-92
Dolly-61
Dolly-31
Lilly-22
Lilly-48
Lilly-45
Lilly-49

Dolly (obere Reihe) und Lilly (untere Reihe) bei ihrem Tagesablauf: Ruhen und Schlafen

.....

Seit geraumer Zeit hat sich meinen drei Ladies noch ein Kater hinzu gesellt (siehe auch <Das Katerli>  und <Neues vom Katerli>), den ich nun Eddy „getauft“ habe.  Während meine drei Divas abends brav ins Haus kommen, beginnt für Eddy erst der gesellige Teil des Abends und der Nacht ---- ohne uns. Wir bekommen ihn erst am nächsten Morgen wieder zu sehen. Ich weiß nun, woher die Redewendung: „der sieht aber verkatert aus“ herkommt.  Genau so sieht Eddy morgens aus, als hätte er die ganze Nacht in einer Disco oder Bar verbracht.....  eben verkatert. Ob Regen, Sturm oder Hitzeschwüle, Eddy streunt durch die Gegend. Ein zweites Leben, welches uns für immer verborgen bleiben wird. Morgens wartet er dann vor der Terrassentür auf die Essensausgabe. Lasse ich ihn dann rein ins Haus, kommen dann nicht dankbare Töne......   nein, laut trompetet er nach seinem Futter, als wäre alles selbstverständlich.....  und ich beeile mich.

..

Flummy-36
Flummy-47
Flummy-50
Flummy-62
Eddy-01
Eddy-02
Eddy-03
Eddy-05

Auch Flummy (obere Reihe) beim genußvollen Ruhen, während Eddy (untere Reihe) ständig damit beschäftigt ist, nach Fressbaren zu suchen und das zu vertilgen. Lilly fragt sich zu Recht... bleibt da für mich auch etwas übrig?

.....

Hat er dann seinen extragroßen Napf vor sich, lässt er sich dann auch liebvoll am Fell kraulen und ich zwitschere ihm seinen neuen Namen Eddy ins Ohr.  Katzen hören 30 mal besser als Menschen und sehen 80 mal besser. Sie sind die Feinschmecker unter den Tieren. Eine ganze Industrie lebt inzwischen davon, es dem feinnervigen Gaumen unserer liebsten Hausgenossen recht zu machen. An den Rezepten tüfteln Ernährungsexperten, Tierärzte und Verhaltensforscher jahrelang. Unseren Lieblingen wird nur das angeboten, was 1500 Artgenossen ausführlich getestet haben.  Knapp eine Milliarde (!!!)  EURO geben die Deutschen alleine für Katzen-Fertigfutter aus, mehr als für Babynahrung und 206 Millionen Euro gaben die Deutschen für Zubehör aus. Nutznießer sind übrigens vor allem die "Feld-Wald-Wiesenkätzchen": Nur jede fünfte Katze ist von Adel oder gehört einer Rasse an.

 Dabei sind sie sehr wählerisch. Selbst eine wilde Straßenkatze hat bald den Bogen raus, zwischen einfachen und hochwertigen Fertigfutter.

 

Na, wäre das nicht ein neues Haus für mich?...........................Eine Katze muss viel Vertrauen haben seine verwund-

Und wie sieht es mit den Schlafmöglichkeiten drinnen aus?...............baren Körperteile so offen frei zu legen

........

Warum nur lieben wir diese Tiere so uneigennützig? Vielleicht weil sie unendlich Ruhe ausstrahlen und das vollkommene „mediterrane Prinzip“ verkörpern. Egal was die Katze tut  - wenn sie überhaupt etwas tut -  sie genießt. Man braucht ihr nur beim Schlafen zuzusehen (Dolly hört man beim Schlafen auch, denn sie schnarcht ganz sanft): zum Kreis zusammen gerollt, den Schwanz bis zur Schnauze um sich geschlungen, ein Bild totaler Entspannung. Wir Menschen beneiden sie um diese Gabe.  Mediziner haben bewiesen, dass sogar der Blutdruck eines Menschen sinkt, wenn er das weiche Fell seiner Katze krault. Mehre Stunden täglich verbringen Katzen nur damit ihr Fell zu putzen.

 Trotz allem entwickeln ausgewachsene Katzen ihre Eigenarten und erwarten – wie wir Menschen auch -, dass sie respektiert werden. Wenn sich eine Katze zurück zieht, will sie nicht gestört werden und möchte ihre Ruhe haben. Wer ihr dann zu nahe kommt, trotz warnender „Mautz-Töne“ bekommt eine gelangt, durchaus mit ausgefahrenen Krallen!  Auch die „zickigen Launen“ meiner Ladies sind schwer nach zu vollziehen. So bekommt Lilly, die ruhig auf ihrem Platz liegt und döst, von der gerade zufällig vorbeiziehenden Flummy  eine gelangt. Einfach so, im vorbeigehen. Ein kurzes hin- und herfauchen und die Sache ist wieder erledigt.

Ich habe es mir abgewöhnt, mir darüber tiefschlürfende Gedanken zu machen, das sollen die Katzen unter sich ausmachen. Trotzdem lieben wir sie über alles ! Warum nur?  

Flummy-loksch-02
Flummy-loksch-01
Dolly-83
Dolly-90